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Vaterunser
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Das Vaterunser oder Unservater (lateinisch Pater noster oder Oratio Dominica, deutsch Gebet des Herrn oder Herrengebet) ist das Gebet, das Jesus von Nazaret nach dem Neuen Testament (NT) seine Nachfolger gelehrt hat. Es ist einer der bekanntesten Texte der Bibel und des Christentums. Die redaktionell ergänzte Version Mt 6,9â13 wird in den meisten christlichen Konfessionen gebetet, auch im Gottesdienst. Sie gehĂśrt mit den Zehn Geboten und dem Credo zum Grundwissen des Christen.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Neues Testament
⢠Varianten
⢠Struktur
⢠Kontext
⢠Entstehung
⢠Ăbersetzungen
⢠Vulgata
⢠Lutherbibel
⢠Gottesdienst
⢠Kirchenlieder
⢠Brßderbewegung
⢠Rezeption
⢠Literatur
⢠Bildende Kunst
⢠Vokalmusik
⢠Popularmusik
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelbelege
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Neues Testament
Varianten
Das NT ßberliefert zwei Fassungen des Vaterunsers, je eine im Evangelium nach Matthäus (Mt) und im Evangelium nach Lukas (Lk):cite-ref-2[2]
| Mt 6,9â13 [ 3 ] | Lk 11,2â4 [ 3 ] |
|---|---|
| Unser Vater in den Himmeln, | Vater, |
| geheiligt werde Dein Name, | geheiligt werde Dein Name, |
| es komme Dein Reich, | es komme Dein Reich! |
| es geschehe Dein Wille | |
| wie im Himmel auch auf Erden! | |
| Unser Brot fßr den nächsten Tag gib uns heute! | Unser Brot fßr den nächsten Tag gib uns Tag um Tag! |
| Und lass uns nach unsere Verschuldungen, | Und lass uns nach unsere SĂźnden, |
| wie auch wir nachgelassen haben unseren Schuldnern! | denn auch wir lassen nach jedem, der uns schuldet! |
| Und bringe uns nicht in Versuchung hinein, | Und bringe uns nicht in Versuchung hinein! |
| sondern errette uns von dem BĂśsen! | |
| Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. | |
Die beiden Fassungen unterscheiden sich nach Umfang und Wortwahl:
⢠Die dritte Bitte bei Mt fehlt bei Lk.
⢠Die Brotbitte ist bei Mt mit âheuteâ, bei Lk mit âtäglichâ formuliert.
⢠Bei Mt wird Vergebung oder Erlassung von âSchuldenâ, bei Lk von âSĂźndenâ erbeten.
⢠Im Nachsatz âwie auch wirâŚâ steht bei Mt ein Aorist (âvergeben habenâ), bei Lk Präsens (âvergebenâ).
⢠Nur bei Mt ist die Bitte um Bewahrung vor der Versuchung mit der Bitte um Errettung vom BÜsen ergänzt.
Somit wurde das Gebet eher ergänzt als gekĂźrzt, und die kĂźrzere Lk-Fassung ist eher die ältere. Die Varianten zeigen, dass die Urchristen eher den Inhalt des Gebets in der Sprache der Adressaten weitergeben als einen âechtenâ Wortlaut Jesu streng bewahren wollten.cite-ref-4[4]
Die Doxologie (ârĂźhmendes Wortâ) am Mt-Schluss fehlt bei Lk und in den ältesten Mt-Handschriften. Eine spätere Mt-Redaktion ergänzte sie, wohl fĂźr einen im Gottesdienst liturgisch verbindlich rezitierbaren Gebetsabschluss. Dabei erweiterte der Redaktor eine ältere zweigliedrige Doxologie des Vaterunsers in der Didache auf drei Glieder.cite-ref-5[5] Die Doxologie kommt auf die Anfangsbitte um das Kommen des Reiches Gottes zurĂźck und gibt die vorausgegangene Zusage Gottes im Munde Jesu gleichsam appellativ an Gott zurĂźck. Die Ăźbrigen Zusätze lehnen sich wohl an Gebetssätze Jesu wie âDein Wille gescheheâ in Getsemani (Lk 22,42 ) und âbewahre sie vor dem BĂśsenâ im âhohepriesterlichen Gebetâ (Joh 17,15 ) an.cite-ref-6[6]
Struktur
Beide Fassungen sind formal in Anreden und Bitten unterteilt und haben dieselbe Abfolge. Die Anreden (âDein Name â Reich â [Wille]â) sind als WĂźnsche im Imperativ formuliert und beziehen sich im Gesamtkontext der VerkĂźndigung Jesu auf Gottes eigene Anliegen und Ziele. Die Beter bejahen diese mit diesen Wunschsätzen zuerst, ordnen ihre eigenen BedĂźrfnisse also Gottes Anliegen unter.
Dem folgen die Wir-Bitten um materielle und geistliche Anliegen der Beter (Nahrung bzw. Existenzerhaltung, Vergebung, Bewahrung vor Versuchung). Die materiellen BedĂźrfnisse sind den geistlichen vorgeordnet, dafĂźr werden letztere breiter behandelt.
Der im Indikativ oder Präsens formulierte Nachsatz (âwie auch wirâ) verbindet die Vergebungsbitte an Gott eng mit dem analogen zwischenmenschlichen Verhalten. Damit beteuern und versprechen die Beter, ihren Mitmenschen auch kĂźnftig wie Gott zu vergeben bzw. ihnen Schulden zu erlassen. Das macht die Nachahmung Gottes zum Ansatz der Nachfolge Jesu. Dabei wird die Gottesebenbildlichkeit des Menschen (nicht die der ganzen SchĂśpfung) nach Gen 1,26f. vorausgesetzt: Das ganze Menschsein soll ein Hinweis auf das Wesen des SchĂśpfers sein, einen RĂźckschluss auf Gott erlauben.cite-ref-7[7]
Wie die Wir-Bitten zeigen, wurde das Vaterunser von Anfang an in Gemeinschaft gebetet. Dazu mussten die Beter es auswendig lernen. Die Lukasfassung enthält fĂźnf Bitten, wahrscheinlich um sie an den Fingern einer Hand abzählen und sich so merken zu kĂśnnen. Die Matthäusfassung enthält sechs oder sieben Bitten, je nachdem ob man den Nachsatz âsondern erlĂśse uns von dem BĂśsenâ zur sechsten Bitte zählt oder als eigene siebte Bitte auffasst. Sie lässt sich ohne die Doxologie in zehn Zeilen oder Sprecheinheiten einteilen. Dabei fallen die beiden Hälften genau mit dem Einschnitt zwischen Du-Anreden und Wir-Bitten zusammen. Diese Einteilung ist wie beim Dekalog an zehn Fingern abzählbar, also ebenfalls wohl didaktisch begrĂźndet.cite-ref-8[8]
Kontext
Die Matthäusfassung steht in der Mitte der Bergpredigt, die als Lehre Jesu (Mt 5,1f ) seinem heilvollen Handeln vorangestellt ist. Das Vaterunser konkretisiert Jesu Lehre vom Beten der Nachfolger (Mt 6,5â15 ): Es soll sich von einer Ăśffentlichen, wortreichen, auf AuĂenwirkung bedachten Art des Betens bei Pharisäern und Nichtjuden unterscheiden. Seine Grundlage ist die allem Beten vorlaufende Zusage in Mt 6,8 : âEuer Vater weiĂ, was ihr braucht, ehe ihr darum bittet.â Darauf folgt die Aufforderung (Mt 6,9a ): âDarum sollt ihr so beten: [âŚ]âcite-ref-9[9]
In der Lukasfassung folgt Jesu Gebetslehre auf ein eigenes Gebet Jesu und die Bitte eines JĂźngers (Lk 11,1â4 ):
âJesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner JĂźnger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine JĂźnger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: [âŚ]â
Demnach gehÜrte die Anleitung zu einer bestimmten Gebetspraxis zu dem, was ein Jßnger von seinem Meister erwartete. Offenbar lehrten Johannes der Täufer und Jesus ihre Nachfolger jeweils besondere Gebete. Das Vaterunser war also ein Erkennungsmerkmal der Jesusnachfolger. Dies bestätigen zwei Verse der Paulusbriefe (Gal 4,6 } und RÜm 8,15f. ):
âWeil ihr aber SĂśhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.â
â[âŚ] ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!â
Die doppelte, aramäische und griechische Vater-Anrede spielt wahrscheinlich auf das Vaterunser an, da Jesus selbst Gott laut Mk 14,36 mit Abba anredete. Solche aramäischen Zitate Ăźbernahm Paulus von Tarsus aus der Jerusalemer Urgemeinde. Somit gehĂśrte das Vaterunser zu deren Erkennungszeichen und wurde von den Urchristen als Gabe des Heiligen Geistes verstanden.cite-ref-10[10] Die Gott so familiär Anredenden seien âKinder Gottesâ.cite-ref-11[11]
Entstehung
Beide Varianten des Vaterunsers gehĂśren zu jenen Texten, die nur bei Mt und Lk vorkommen und dort groĂenteils wĂśrtlich Ăźbereinstimmen. Die historisch-kritische NT-Forschung ordnet diese Texte der hypothetischen Logienquelle Q zu, also gemäà der Zweiquellentheorie der zweiten schriftlichen Vorlage von Mt und Lk neben dem Evangelium nach Markus. Die Logienquelle enthält fast nur wĂśrtliche Rede Jesu. Ihre ältesten Textbestandteile spiegeln die Situation missionierender Wanderprediger, die Jesus zu ihren Lebzeiten begegnet waren und seine Worte anfangs mĂźndlich Ăźberliefert hatten. Darum fĂźhrt die NT-Forschung einen Kern des Vaterunsers, der der älteren Lukasfassung nahekommt, auf Jesus selbst zurĂźck.cite-ref-12[12]
Das griechische Adjektiv Epiousion in der Brotbitte kommt nur hier im NT vor (Hapax legomenon). Es Ăźbersetzte eventuell das aramäische Wort machar (âmorgenâ, âmorgigâ), um die fĂźr den kommenden Tag nĂśtige Nahrungsmenge zu erbitten. Es verweist also auf eine aramäische Urfassung des Gebets.cite-ref-13[13]
Ein Versuch, das Vaterunser dem historischen Jesus abzusprechen und auf eine bloĂe Bearbeitung jĂźdischer Gebete durch Urchristen zurĂźckzufĂźhren,cite-ref-14[14] setzte sich vor allem wegen widersprĂźchlicher oder falscher Anwendung der Echtheitskriterien in der NT-Forschung nicht durch.cite-ref-15[15]
JĂźdische Tradition
Das Vaterunser knßpft an Gebetstraditionen des Judentums an. Zu jeder seiner Aussagen gibt es jßdische Vorbilder und Parallelen. Jßdische Gebete wurden auf Hebräisch gesprochen und gelehrt. Dagegen lehrte Jesus das Vaterunser auf Aramäisch, der damaligen Umgangssprache einfacher Juden.
Er redete JHWH nicht wie im Judentum Ăźblich als Adonai (âHerrâ) an, sondern als âVaterâ, aramäisch Abba, und lehrte seine JĂźnger diese Anrede.cite-ref-16[16] Die Metapher âVaterâ fĂźr JHWH ist im Tanach selten und bezieht sich im Gebetskontext vor allem auf Gottes fĂźrsorgliches Erbarmen.cite-ref-17[17] Die schlichte âVaterâ-Anrede war damals bereits im jĂźdischen Privatgebet Ăźblich, jedoch nicht im Gottesdienst der Synagoge.cite-ref-18[18] Die Anrede âUnser Vater im Himmelâ taucht auch in der damaligen Literatur der Tannaim (~0â200 n. Chr.) auf.cite-ref-19[19]
Der Wunsch âGeheiligt werde Dein Nameâ entspricht der ersten Bitte des Kaddisch: âErhoben und geheiligt werde sein groĂer Name in der Welt [âŚ]â Analog zum nächsten Satz âDein Reich kommeâ folgt auch im Kaddisch: â[âŚ] sein Reich erstehe in eurem Leben und in euren Tagen und dem Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in naher Zeit.â Auch die Berakhaformel (Lob- und Segensformel) der Liturgie des zweiten Jerusalemer Tempels verband die Heiligung des Gottesnamens mit dem (im Himmel schon ewig präsenten, auf Erden als Zukunft erwarteten) Reich Gottes: âGepriesen sei der Name der Herrlichkeit seiner KĂśnigsherrschaft fĂźr immer und ewig.â Sinngemäà erscheint die Bitte um das zukĂźnftige Aufrichten der KĂśnigsherrschaft Gottes auch im Achtzehnbittengebet: âBringe wieder unsere Richter wie vordem [âŚ] und sei KĂśnig Ăźber uns, Du allein.âcite-ref-20[20]
Der Satz âDein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erdenâ knĂźpft an die biblische Vorstellung vom âHimmelâ als Bereich JHWHs an, in dem sein Wille schon herrscht. Laut Ps 103,19-21 fĂźhren die Engel diesen Willen widerspruchslos aus. So sollen auch die Menschen auf der Erde Gottes Willen erfĂźllen. Der biblischen Hoffnung auf Gottes Reich entspricht der Gehorsam gegenĂźber JHWHs Tora: Dies lehrten Rabbiner ebenso wie Jesus, etwa in einer Sifra zu Lev 18,2 und der Mischnah (Ber 2,2) zum Schma Jisrael. Dabei geraten die Tora-Befolger laut 2 Makk 15,1-5 unter Umständen in tĂśdliche Konflikte mit irdischen Herrschern, die JHWHs Willen zynisch missachten und ihn aus der Welt ausgrenzen. Gehorsam gegenĂźber JHWH beinhaltet daher im Judentum wie im Urchristentum die Bereitschaft zum Konflikt mit der Staatsräson und den Widerstand gegen eine angebliche Eigengesetzlichkeit von politischer Macht.cite-ref-21[21]
Der Anrede Gottes als âVaterâ entspricht die Bitte um Vergebung und um die eigene Vergebungsbereitschaft. Denn die Bibel verknĂźpft Gottes väterliche FĂźrsorge mit seiner Barmherzigkeit, etwa Ps 103,13 : âWie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR Ăźber alle, die ihn fĂźrchten.â Demgemäà gebot Jesus Feindesliebe nach Gottes Vorbild (Lk 6,36 ): âSeid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!âcite-ref-22[22] Das Nachahmen von Gottes vergebender Barmherzigkeit gehĂśrte zur gelebten jĂźdischen Alltagsreligion. Indem Jesus die Vergebungsbitte hinter die Brotbitte stellte, machte er das Vergeben zur Alltagspraxis seiner Nachfolger, setzte also ihr tägliches ZurĂźckbleiben hinter Gottes Willen voraus. Damit verstärkte er eine jĂźdische Tradition, die Vergebung wie Johannes der Täufer mit der Taufe an eine einmalige, durchgreifende Lebenswende band.cite-ref-23[23]
Ăbersetzungen
Rßckßbersetzungen ins Aramäische
Manche Neutestamentler ßbersetzen die ältesten griechischen NT-Handschriften des Gebets ins Aramäische. Sie versuchen damit, einen vermuteten historischen Wortlaut zu rekonstruieren, da Jesus von Nazaret Aramäisch gesprochen hat. Der evangelische Theologe Gßnther Schwarz vermutete ein aramäisches Gebet Jesu in Reimform:
âAbba! Lass geheiligt werden Deine Gegenwart! Lass sich ausbreiten Deine Herrschaft! Lass geschehen Deinen Willen! Lass uns geben unsere Nahrung! Lass uns vergeben unsere SĂźnden! Lass uns retten aus unserer Versuchung!âcite-ref-25[25]
Darin entfiel der Unterschied zwischen Du- und Wir-Bitten, die alle um das Tun der Beter bitten. Vergebung, erläuterte Schwarz, habe Jesus erst nach dem Tod von Gott erwartet.cite-ref-26[26] Universitätstheologen wie Markus Tiwald lehnen Schwarzâ Methodik und Ăbersetzung als unwissenschaftlich ab.cite-ref-27[27]
Die Altphilologin Ursula Schattner-Rieser legte ihrer Rekonstruktion von 2019 die âmittelaramäische-palästinensische Phaseâ von Texten aus Qumran zugrunde. Ihre RĂźckĂźbersetzung unterscheidet sich in vielen Details von anderen.cite-ref-28[28]
Vulgata
In der lateinischen Vulgata (entstanden um 380) lautet das Vaterunser:
âPater noster qui es in caelis, sanctificetur nomen tuum. Adveniat regnum tuum. Fiat voluntas tua sicut in caelo et in terra. Panem nostrum supersubstantialem da nobis hodie. Et dimitte nobis debita nostra, sicut et nos dimittimus debitoribus nostris. Et ne nos inducas in temptationem, sed libera nos a malo. Amen.âcite-ref-vul-29-0[29]
Der Ăbersetzer Hieronymus gab das griechische Adjektiv epiousion in Lk 11,3 mit cotidianum (âtäglichâ), in Mt 6,11 dagegen mit supersubstantialem (âĂźbernatĂźrlichâ) wieder. Das deutete das erbetene Brot als nichtmaterielle Nahrung und bahnte die spätere Transsubstantiationslehre zur Eucharistie an.cite-ref-30[30] Die RĂśmisch-Katholische Kirche Ăźbernahm jedoch cotidianum in ihre bis heute verwendete lateinische Matthäusversion des Gebets.cite-ref-31[31]
Lutherbibel
Die Lutherbibel von 1545 wurde mehrfach revidiert, zuletzt 2017. Dort lautet Mt 6,9â13 :
âUnser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und fĂźhre uns nicht in Versuchung, sondern erlĂśse uns von dem BĂśsen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]â
In seinem Kleinen Katechismus (1529) legte Martin Luther das âBrotâ der Brotbitte gegen die spiritualisierende Umdeutung umfassend als âalles, was not tut fĂźr Leib und Lebenâ aus und zählte dann detailliert auf, was fĂźr den gesamten Lebensunterhalt unbedingt nĂśtig sei.cite-ref-32[32]
Der Lutherbibel von 1984 folgen Evangelisch-lutherische Kirchen und Reformierte Kirchen. Letztere teilen die Matthäusversion gemäà Johannes Calvins Genfer Katechismus in sechs statt sieben Bitten ein.cite-ref-33[33] Auch die Neuapostolische Kirche ßbernahm das Vaterunser der Lutherbibel.cite-ref-34[34]
Ăkumenische Fassungen
Das Ăśkumenische Vaterunser der Arbeitsgemeinschaft fĂźr liturgische Texte (ALT) von 1968 stimmt bis auf die umgestellte Anrede âVater unserâ wĂśrtlich mit der Lutherbibel von 1984 Ăźberein. Es weicht nur geringfĂźgig von frĂźheren rĂśmisch-katholischen, lutherischen und alt-katholischen Fassungen ab: etwa mit âim Himmelâ statt âder du bist im Himmelâ, âgeheiligtâ statt âgeheiligetâ, âDein Reich kommeâ statt âzu uns komme Dein Reichâ, âso auf Erdenâ statt âalso auch auf Erdenâ, âunser tägliches Brotâ statt âunser täglich Brotâ, âwie auch wir vergebenâ statt âwie wir vergebenâ, âvon dem BĂśsenâ statt âvon dem Ăbelâ. Sie unterteilt die Verse oder Satzteile mit Punkten statt mit Kommata oder Ausrufezeichen.cite-ref-35[35]
Auch das matthäische Vaterunser in der revidierten Einheitsßbersetzung von 2016 (Mt 6,9-13 ) steht dem der Lutherbibel von 1984 nahe:
âUnser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben! Und fĂźhre uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem BĂśsen!â
Der oder die âHimmelâ
Mt 6,9 redet Gott als âVater unser in den Himmelnâ an. Der griechische Plural ouranois geht auf das hebräische Schamajim zurĂźck, dessen Endsilbe stets eine Mehrzahl bedeutet. Darum Ăźbersetzte die Vulgata das Wort hier pluralisch mit in caelis, in der Willensbitte (Mt 6,10) dagegen singularisch mit in caelo. Auch franzĂśsische und viele heutige deutsche BibelĂźbersetzungen unterscheiden Singular und Plural bei dem Wort, während die Elberfelder Bibel und die englische King James Bibel beide Male den Singular verwenden. Dieser erschien erstmals im frĂźhesten deutschsprachigen Vaterunser im St. Gallener Katechismus (um 800).cite-ref-36[36]
Die Vergebungsbitte
Die Vergebungsbitte wird meist nach Lk 11,4 im Präsens (âwie auch wir vergebenâ), nicht nach Mt 6,12 im Perfekt (âwie auch wir [âŚ] vergeben habenâ) Ăźbersetzt. Demnach soll der Betende Gott nicht um Vergebung bitten, bevor er nicht selber vergeben hat. Das Präsens entspricht Mt 6,14f. :
âDenn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.â
Die Bitte um Bewahrung vor Versuchung
Mt 6,13 nennt Gott als Subjekt und wird meist mit âUnd fĂźhre uns nicht in Versuchungâ Ăźbersetzt. Die spanische Fassung lautete seit dem 16. Jahrhundert: âLass uns nicht in Versuchung fallenâ.cite-ref-37[37] Manche deutschen Bibelexegeten Ăźbersetzten den Vers seit den 1960er Jahren sinnerfassend mit âUnd lass uns nicht in Versuchung geratenâ.cite-ref-38[38]
2013 beschlossen die katholischen BischĂśfe Frankreichs, diese Ănderung zum ersten Advent 2017 in Frankreich einzufĂźhren. Papst Franziskus unterstĂźtzte sie dabei und kritisierte die traditionelle Ăbersetzung: Nicht Gott, sondern Satan fĂźhre den Menschen in Versuchung.cite-ref-zeit7dez17-39-0[39] 2016 beschloss auch die Vereinigte Protestantische Kirche Frankreichs, das bisherige âUnterwirf uns nicht der Versuchungâ zu âLass uns nicht in Versuchung eintretenâ zu ändern, um das Vaterunser weiter mit Katholiken gemeinsam beten zu kĂśnnen.cite-ref-40[40] Die reformierten Kirchen der Schweiz und die Schweizerische Evangelische Allianz wollten die Ănderung bis Ostern 2018 Ăźbernehmen.cite-ref-zeit7dez17-39-1[39] Ab November 2020 änderte auch die katholische Kirche in Italien die Aussage âFĂźhre uns nicht in Versuchungâ zu âĂberlasse uns nicht der Versuchungâ.cite-ref-41[41]
Dagegen lehnte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) die Ănderung im Januar 2018 ab, um nicht in den griechischen Originaltext einzugreifen und den im gesamten deutschen Sprachraum einheitlichen Gebetstext zu bewahren. Die Bitte drĂźcke das Vertrauen in Gott aus, uns vor Versuchung zu bewahren, nicht das Gegenteil.cite-ref-42[42] Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sah keinen Ănderungsbedarf.cite-ref-43[43] Der evangelische Theologe Thomas Wagner kritisierte den Papst-Vorschlag als âkonfessionelle Exegeseâ.cite-ref-44[44] Sein katholischer Kollege Thomas SĂśding betonte: âWer mit den Worten Jesu beten will, hält sich am besten ans Neue Testament.â Bischof Rudolf Voderholzer warnte vor einer âVerfälschung der Worte Jesuâ, die Mt und Lk hier einheitlich Ăźberlieferten. Man mĂźsse sie so erklären, âdass das Gottesbild nicht verdunkelt wirdâ.cite-ref-zeit7dez17-39-2[39]
Gottesdienst
Antike und Mittelalter
Das Vaterunser erhielt frßh einen festen Platz im christlichen Gottesdienst. Gemäà der Didache (8,2f.) sollten Christen es auch privat dreimal am Tag beten.cite-ref-45[45]
Seit Ambrosius von Mailand wurde das Vaterunser liturgisch nach dem Canon Missae und vor der Kommunion gebetet. Bei Augustinus von Hippo bereitete es als Bischofsgebet die Kommunion vor. In der Mailändischen Messe (8. Jahrhundert) hatte es seinen festen Platz nach Oration und Invitatorium, vor dem Embolismus. Das Messbuch, das ambrosianische Missale und das Missale Romanum nahmen verschiedene Gesangsformen des Vaterunsers auf; in einigen sollte die Gemeinde die gesungenen Bitten mit Amen beantworten und die siebte Bitte selbst singen. Bis auf diese Beteiligung der Laien blieb das Vaterunser im rÜmischen Ritus bis 1965 ein Priestergebet. Im orientalischen und gallikanischen Ritus dagegen sang es stets die ganze Gemeinde.cite-ref-gh805-46-0[46]
Das Vaterunser gehĂśrt auch zu einigen Horen des Stundengebets, das ab dem 2. Jahrhundert entstand und im christlichen MĂśnchtum weiterentwickelt wurde. Mit ihm schlieĂt unter anderem die morgendliche Laudes.cite-ref-47[47]
Um 800 ordnete Karl der GroĂe mit Kapitularien an, dass jeder Christ das Vaterunser auswendig aufsagen kĂśnnen sollte. Wer dies nicht vermochte, sollte nicht als Pate (Taufzeuge) zugelassen werden.cite-ref-48[48] Aus dieser Zeit stammen auch die ersten althochdeutschen Vaterunser. Das Freisinger Paternoster war zudem kommentiert.cite-ref-49[49]
RĂśmisch-katholische Kirche
Das Vaterunser gehĂśrt zum festen Ablauf der rĂśmisch-katholischen heiligen Messe.cite-ref-50[50] Es folgt auf das eucharistische Hochgebet, ihm folgen der FriedensgruĂ und das Agnus Dei. Noch nach der Liturgie von 1962 sprach oder sang der Zelebrant die ersten Vaterunserbitten allein. Nur die letzte Bitte (sed libera nos al malo) sprachen oder sangen die Ministranten oder die Choralschola. Die Liturgische Bewegung bezog im 20. Jahrhundert jedoch zunehmend alle Gottesdienstteilnehmer ein.
Die vom Zweiten Vatikanischen Konzil ab 1963 eingeleitete Liturgiereform wurde mit dem Ordo Missae von 1969 verbindlich eingefĂźhrt. Sie sieht vor, dass die Laien viele Teile der Messe, darunter das Vaterunser, in ihrer Landessprache mitsprechen oder mitsingen.cite-ref-51[51] Seitdem gehĂśren der Embolismus des Zelebranten und die folgende Doxologie, die bis dahin gefehlt hatten, zur Messliturgie.cite-ref-52[52]
Das Vaterunser gehĂśrt zum Ritus einer Sakramentenspendung (Taufe, Firmung, Krankensalbung, Krankenkommunion, EheschlieĂung), die auĂerhalb der heiligen Messe geschieht. Bei der kirchlichen Begräbnisfeier wird es am Grab gebetet, bei Wort-Gottes-Feiern und Andachten meist vor der abschlieĂenden Segensbitte.
Das Vaterunser ist auch Teil des Rosenkranzgebets. Jeder der fßnf Teile (Gesätze) besteht aus einem Vaterunser und dem danach zehnmal wiederholten Ave Maria.cite-ref-53[53]
Orthodoxe Kirchen
Auch im byzantinischen Ritus der orthodoxen Kirchen gehÜrt das Vaterunser zur Vorbereitung auf die Eucharistie. Wie in der rÜmisch-katholischen und evangelischen Liturgie folgt es auf Präfation, Sanctus, Anamnese (Erinnerung mit den Einsetzungsworten) und Epiklese (Bitte um den Heiligen Geist).cite-ref-bw37-54-0[54] Die Epiklese erfolgt als Ektenie des Priesters, der Gott um Annahme des Opfers und Gnade fßr die Teilnehmer der Kommunion bittet.cite-ref-55[55]
Evangelische Kirchen
Martin Luther formulierte fßr seine Deutsche Messe (1526) anstelle der Fßrbitte eine Paraphrase des Vaterunsers, die der Prediger am Altar oder von der Kanzel sprechen sollte. Beim Abendmahlsgottesdienst lieà er Präfation und Sanctus vor dem Vaterunser weg und rßckte dieses vor die Einsetzungsworte. Dem folgten andere Reformatoren. Im lutherischen Predigtgottesdienst ohne Abendmahl rßckte das Vaterunser vor den Segen am Ende.cite-ref-57[57]
Die Mitgliedskirchen der EKD geben dem Vaterunser in ihren Agenden einen festen Platz. Im gewĂśhnlichen lutherischen Hauptgottesdienst schlieĂt es das allgemeine FĂźrbittengebet ab. Darauf folgt der Aaronitische Segen zur Entlassung der Gemeinde.cite-ref-58[58] Im Abendmahlsgottesdienst folgt es auf das Agnus Dei nach Präfation, Sanctus, Einsetzungsworten; ihm folgt die Austeilung. In diesem Kontext beziehen sich die Vaterunserbitten unmittelbar auf das folgende Abendmahl. Dadurch wird dieses zur Feier der ganzen fortlaufenden Heilsgeschichte.cite-ref-59[59]
Kirchenlieder
Das Vaterunser wird im Gottesdienst seit langem auch gesungen. Ăltester Beleg dafĂźr ist ein Sakramentar der Abtei Montecassino aus dem 8. Jahrhundert.cite-ref-gh805-46-1[46]
Die GesangbĂźcher der GroĂkirchen enthalten Vaterunserlieder verschiedener Herkunft. Das katholische Gotteslob von 1975 enthielt fĂźr die Liturgie die deutschsprachigen Lieder Nr. 362, 363 und 691 sowie das lateinische Nr. 378.cite-ref-60[60] Im Stammteil fehlte ein Vaterunserlied fĂźr den Gemeindegesang.cite-ref-gh806-61-0[61] Das Gotteslob von 2013 enthält fĂźr die Messe weiterhin das gregorianische Paternoster Nr. 589,2 (deutsch) und 589,3 (lateinisch, frĂźher Nr. 362), fĂźr das Stundengebet Nr. 632,2. Hinzu kommen das ostkirchliche Vaterunserlied Nr. 661,8 und das Vaterunserlied von Peter Janssens (Nr. 731).
Das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1994 enthält fßr die Abendmahlsliturgie die Vaterunserlieder EG 186, 187, 188 und 659. Melodie und Text von EG 186 sind mit GL 589,2 (frßher GL 362) identisch; dieses gregorianische Lied wird daher auch als Ükumenisches Vaterunser bezeichnet.cite-ref-62[62] Fßr den Gemeindegesang gibt es EG 344 (Vater unser im Himmelreich nach Luthers Text von 1539) und eine gregorianische Litanei fßr die Tagesgebete. In der Regionalausgabe fßr Niedersachsen/Bremen ist dies Nr. 783.8, identisch mit Nr. 784,8; 785,8; und 786,12.cite-ref-63[63]
Einige neuere evangelische Vaterunserlieder sind nicht in das EG gelangt. Besonders erfolgreich wurde Unser Vater von Christoph Zehendner (Text) und Hans Werner Scharnowski (Melodie) fĂźr ihr Album Felsenfest â Lieder zur Bergpredigt (1994).cite-ref-64[64] FĂźr die Hugenottenkirche komponierte ClĂŠment Marot ein franzĂśsisches Vaterunserlied.cite-ref-gh806-61-1[61]
BrĂźderbewegung
Die BrĂźderbewegung lehnt das Beten des Vaterunsers ab: Jesus habe es nur seinen JĂźngern vor Ostern gegeben, nicht der Gemeinde danach. Diese Auffassung beruht theologisch auf dem Dispensationalismus, der die biblische Heilsgeschichte in Epochen einteilt und diese streng voneinander abgrenzt.cite-ref-65[65] Der BegrĂźnder der dispensationalistischen Bibelauslegung John Nelson Darby ordnete Jesu vorĂśsterliche VerkĂźndigung dem Judentum, nicht der Kirche zu, so dass Jesus das Vaterunser nicht die Christen gelehrt habe. Darum fehlt es in von Darby beeinflussten freikirchlichen Gottesdiensten.cite-ref-66[66]
Rezeption
Literatur
Literarische Auslegungen des Vaterunsers sind seit dem ersten lateinischen Kirchenschriftsteller Tertullian (* nach 150) in vielfältiger Weise erschienen. Ein Beispiel ist eine Auslegung in Versform in einer bairischen Exegese des 12. Jahrhunderts im Versmaà des Septenar.cite-ref-67[67]
Ab dem 15. Jahrhundert entstand die Literaturgattung gedichteter oder gesungener Parodien des Vaterunsers zu allen mĂśglichen Themen, Personen oder Zeitereignissen. Prediger wie Abraham a Sancta Clara dichteten ironische Vaterunserparodien auf Wucherer (deutsch 1481), Trinker und andere. Umgekehrt dichteten auch als Verbrecher eingestufte Gruppen Vaterunserparodien, die jedoch aus Furcht vor dem Vorwurf der Blasphemie nur selten aufgezeichnet wurden. In der Reformationszeit gab es etwa ein lateinisches Vaterunser gegen die Bauern, ein deutsches gegen die Hussiten oder protestantische Vaterunser gegen den Papst. Das Reutlinger Vaterunser (1519) bezog sich auf Herzog Ulrich von WĂźrttemberg. Das Bauernvaterunser (vor 1700) war ein Zorn- und Klagegebet von Bauern gegen Soldaten, das jeweils neu gegen kriegsfĂźhrende Nationen gerichtet wurde: im 18. Jahrhundert etwa gegen die Schweden oder die Deutschen, im 19. Jahrhundert gegen die Franzosen, so Das Vaterunser eines Unterwaldners von Johann Martin Usteri (1803). Ein Vaterunser auf Wilhelm Tell (âWilhelm Tell, der Du bist der Stifter unserer Freiheitâ) propagierte die Helvetische Verfassung von 1798. Revolutionäre Texte hatten etwa das Lola Montez- und Metternich-Vaterunser, ab 1914 das Vaterunser gegen Wilhelm II.cite-ref-68[68]
Bildende Kunst
Seit dem Mittelalter entstanden bebilderte Septenare zum Vaterunser, anknĂźpfend an die seit Augustinus Ăźbliche Einteilung von Mt 6,9â13 in sieben Bitten. Sie wurden auf Septenare zu anderen religiĂśsen Themen bezogen, etwa zu den Seligpreisungen, Gaben des Heiligen Geistes, Leidensstationen Christi, Tugenden und Lastern. Sie wurden graphisch mit figurae auf einem Blatt bebildert, bevorzugt als Rad (rota), Baumschema (arbor), Tabelle (scalae) oder Perlenschnur. Dem lag der Glaube an eine geordnete SchĂśpfung zugrunde.cite-ref-69[69] Dabei wurde die Reihenfolge der Vaterunserbitten umgekehrt, gemäà dem Gedanken eines Aufstiegs zur gĂśttlichen Ordnung.cite-ref-ur229-70-0[70] Solche Figurae waren Lern-, Predigt- und Unterrichtshilfen.cite-ref-71[71]
Das Werk Somme le Roi (âGarten der Tugendâ, 1279) stellte die Vaterunserbitten erstmals allegorisch dar, hier als junge Frauen.cite-ref-72[72] BlockbĂźcher wie das Exercitium super Pater nostercite-ref-73[73] erläuterten jede Gebetsaussage mit Bildern und boten so eine eigenständige, geschlossene, allegorische Bilderzählung.cite-ref-74[74]
Seit der Reformation wurden Septenare zum Vaterunser kaum noch mit anderen Septenaren verbunden, auch nicht auf Seiten der Gegenreformation.cite-ref-75[75] Anders als ältere Kßnstler illustrierte Lucas Cranach der Jßngere das Vaterunser durchgängig mit neutestamentlichen Beispielen der Taten Jesu. Die Bilder dienten der Textauslegung und sollten Gottes Gnade und Willen auch Laien deutlich machen.cite-ref-76[76]
Nach dem Ersten Weltkrieg fertigte Max Pechstein 1921 Holzdrucke zum Vaterunser an,cite-ref-77[77] die mit Stilmitteln des Expressionismus einen sozialkritischen Bezug zur Gegenwart herstellten.cite-ref-78[78]
Moderne Vaterunser-Zyklen in Gemälden von Siegfried Angermßller,cite-ref-79[79] Henning Diers,cite-ref-80[80] Andreas Felgercite-ref-81[81] und JÜrgen Habedankcite-ref-82[82] sowie in den Kirchenfenstern von Alois Plumcite-ref-83[83] benutzen Farbe und Form als Ausdrucksmittel, ohne sich auf konkrete Bibelstellen und aktuelle Zeitgeschichte zu beziehen.
Vokalmusik
Das Vaterunser wurde in der Geschichte der Musik oft und auf verschiedene Weisen musikalisch vertont. Ab dem 16. Jahrhundert schufen europäische Komponisten Chorwerke zum Vaterunser, darunter Josquin Desprez, Adrian Willaert, CristĂłbal de Morales, Nicolas Gombert, Jakob Arcadelt, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Jacobus Gallus, Heinrich SchĂźtz, Otto Nicolai, Franz Liszt, Giuseppe Verdi, Max Reger, Igor Strawinsky, GĂźnter Raphaelcite-ref-gh806-61-2[61] und PÄteris Vasks (1991).cite-ref-84[84] Weitere Chorwerke verarbeiten Luthers Vaterunserlied (EG 344), so von Johannes Driessler, Sixt Dietrich, Johannes Eccard, Hans Leo HaĂler, Orlando di Lasso, Michael Praetorius und Samuel Scheidt. Werke fĂźr Singstimmen mit Instrumenten zum Vaterunser oder zu Luthers Vaterunserlied schrieben Heinrich SchĂźtz, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach (Kantaten BWV 90, 101, 102, 245), GĂźnter Raphael, Franz Liszt, LeoĹĄ JanĂĄÄek, Frank Martin und Heinz Werner Zimmermann. Peter Cornelius schuf einen Zyklus von neun Sololiedern zu Einzelbitten des Vaterunsers und eigenen Gedichten (op. 2, 1921),cite-ref-gh806-61-3[61] Max Gulbins ein Lied fĂźr Frauenstimme und Orgel (op. 29, 1906).cite-ref-85[85]
Weitere Chor- und Orchesterwerke zum Vaterunser stammen von Max Baumann (op. 51, 1955), Hans Georg Bertram (2002/2003), Joachim Camerarius der Ăltere (16. Jh.), Rihards Dubra, Maurice DuruflĂŠ (1977), Thomas Fortmann (1983), Friedrich Theodor FrĂśhlich (1832), Christian Geist (ca. 1684), Gustav Gunsenheimer, Stefan Hippe (2001), Gottfried August Homilius (1777), Lorenz Maierhofer (2008), Giacomo Meyerbeer, Arvo Pärt (2005), Carlo Pedini (2000), Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (Op. 31, 1910), Christian Ritter (ca. 1681), Hugo RĂśhr (1904), MiklĂłs RĂłzsa (1961), John Serry senior (1992), Clive Strutt (2015), Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1878) und Felix Woyrsch.
Instrumentalmusik
Werke fĂźr Orgel zu Luthers Vaterunserlied schufen unter anderen Samuel Scheidt, Johann Ulrich Steigleder, Johann Sebastian Bach (BWV 636, 682, 683), Felix Mendelssohn Bartholdy (op. 65,6)cite-ref-gh806-61-4[61] und Manfred Kluge (1963).cite-ref-86[86]
Vaterunserwerke fĂźr andere Instrumente oder Orchester schufen Mikalojus Konstantinas Äiurlionis (op. 17,1; 1904), Walter Steffens (1984), Leonard Bernstein (in Mass, 1973), Peter Michael Braun (2004), Luigi Cherubini, Charles Gounod, Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
Popularmusik
Als Volkslied oder Schlager vertonten das Vaterunser auf Englisch etwa Albert Hay Malotte (The Lord's prayer, 1935), auf Deutsch Gotthilf Fischer (1976) und Hanne Haller (2003). Als englischen Popsong vertonte es Cliff Richard (The Millenium Prayer, 1999), als deutschsprachigen Solosprechgesang Xavier Naidoo und die SĂśhne Mannheims (2004).cite-ref-87[87]
Als Rockmusik vertonte Prince das Vaterunser fßr sein Album Controversy (1981). Damit begann er mit einer schwarzen, prophetisch-sozialen Botschaft zu experimentieren.cite-ref-88[88] Der Deutschrock-Sänger Marius Mßller-Westernhagen schrieb fßr sein Album Jaja (1992) den Song Vater unser.cite-ref-89[89] Die Techno-Band E Nomine verÜffentlichte 1999 auf ihrem Album Das Testament den Song Vater Unser. Er kombiniert sonoren Sprechgesang von biblischem und lateinischem Text mit synthetischen Klängen und Rhythmen.cite-ref-90[90]
Das Konzeptalbum Opium fßrs Volk (1996) der Punkrock-Band Die Toten Hosen beginnt mit dem Song Vaterunser. Er bietet den Gebetstext rein vokal mit Anklängen an den Gregorianischen Choral. Der Folgetitel Mensch konfrontiert das Gebet mit der menschlichen Realität. Auch die weiteren Titel und das CD-Booklet ordnen das Gebet in eine schonungslose Religions- und Gesellschaftskritik ein.cite-ref-91[91]
Siehe auch
Literatur
Exegese
⢠Katja Hess: Das matthäische Vaterunser (Mt 6,9â13). Ein Kompendium jesuanischer Gotteslehre und Ethik. In: Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt A 44/45 (2019), S. 57â80.
⢠Florian Wilk (Hrsg.): Das Vaterunser in seinen antiken Kontexten. Zum Gedenken an Eduard Lohse. Vandenhoeck & Ruprecht, GÜttingen 2016, ISBN 978-3-647-54052-8
⢠Gßnter Unger: Das Vaterunser: Jesu Themensammlung fßr das eigenständige Beten und Besinnen der Jßnger. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-030917-3
⢠Hartmut Gese: Bemerkungen zum Vaterunser unter dem Gesichtspunkt alttestamentlicher Gebetsformen. In: Christof Landmesser, Hans-Joachim Eckstein, Hermann Lichtenberger (Hrsg.): Jesus Christus als die Mitte der Schrift: Studien zur Hermeneutik des Evangeliums. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-081180-3, S. 405â438
⢠Klaus Haacker: Was Jesus lehrte. Die VerkĂźndigung Jesu â vom Vaterunser aus entfaltet. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2010, ISBN 978-3-7887-2427-6.
⢠Eduard Lohse: Vater unser. Das Gebet der Christen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010.
⢠Gerhard Lohfink: Das Vaterunser neu ausgelegt. Verlag Urfeld, Bad TÜlz 2007, ISBN 3-932857-32-1.
⢠Holger Finze-Michaelsen: Vater unser â unser Vater. Entdeckungen im Gebet Jesu. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2004, ISBN 3-525-61581-7
⢠Oscar Cullmann: Das Gebet im Neuen Testament. 2. Auflage, Mohr Siebeck, Tßbingen 2002, ISBN 978-3-16-146685-4
⢠Ulrich Luz, Clemens Leonhard, Manfred Seitz: Art. Vaterunser I. Neues Testament II. Judentum III. Kirchengeschichtlich und praktisch-theologisch. In: Theologische Realenzyklopädie 34 (2002), S. 504â529.
⢠Marc Philonenko: Das Vaterunser. Vom Gebet Jesu zum Gebet der Jßnger. Mohr Siebeck, Tßbingen 2002, ISBN 3-16-147694-8
⢠Michael Brocke, Jacob J. Petuchowski, Walter Strolz: Das Vaterunser. Gemeinsames im Beten von Juden und Christen. (1974) 3. Auflage, Herder, Freiburg 1990, ISBN 3-451-17079-5
⢠Pinchas Lapide: Das Vaterunser â ein christliches oder ein jĂźdisches Gebet? In: TribĂźne 12, 1973, S. 5456â5461.
⢠Joachim Jeremias: Das Vater-Unser im Lichte der neueren Forschung. Calwer, Stuttgart 1962.
Theologie und Gebetspraxis
⢠Moshe Navon, Thomas SÜding: Gemeinsam zu Gott beten: Eine jßdisch-christliche Auslegung des Vaterunsers. Herder, Freiburg im Breisgau 2018, ISBN 3-451-34056-9
⢠Jßrgen Werbick: Vater unser: Theologische Meditationen zur Einfßhrung ins Christsein. Herder, Freiburg 2011, ISBN 978-3-451-33252-4
⢠Eugen Biser: Glaubensbekenntnis und Vaterunser. Eine Neuauslegung. Patmos, Dßsseldorf 2003, ISBN 3-491-69401-9.
⢠Hans Martin Dober: Das Vaterunser im Gottesdienst: Ritualtheoretische Aspekte des gemeinsamen Gebets. In Deutsches Pfarrerblatt 5, 2002, S. 225â230
⢠Reinhard KÜrner: Das Vaterunser. Spiritualität aus dem Gebet Jesu. Benno-Verlag, Leipzig 2002, ISBN 3-7462-1566-8
⢠Romano Guardini: Das Gebet des Herrn. Matthias-Grßnewald-Verlag, Mainz 2000, ISBN 3-7867-8366-7
⢠Dietmar Rost, Joseph Machalke: Das Vaterunser den Kindern erzählt, mit Bildern von Heide Mayr-Pletschen. Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 1994, ISBN 3-7666-9513-4
Kunst
⢠Ulrich Rehm: Die bildliche Auslegung des Vaterunsers im Mittelalter. In: Florian Trenner (Hrsg.): Vaterunser im Himmel: das Gebet des Herrn. Klerusblatt, MĂźnchen 2004, ISBN 3-00-014974-0, S. 92â103
⢠Ulrich Rehm: Bebilderte Vaterunser-Erklärungen des Mittelalters. Valentin Koerner, Baden-Baden 1994, ISBN 3-87320-428-2
Weblinks
Commons
: Vaterunser
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Pater noster
â Quellen und Volltexte (Latein)
Wikisource: Vaterunser
â Quellen und Volltexte
Wiktionary: Vaterunser
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Margret Nussbaum: Das Vaterunser â Das bekannteste Gebet. katholisch.de, 25. März 2020
⢠Bertold Klappert: âGeheiligt werde Dein NAME! Dein Wille werde getan!â Gedenken, Ertrag und Auftrag des Rheinischen Synodalbeschlusses von 1980. Wuppertal, September 2011 (PDF; 104 kB; Archivlink)
Einzelbelege
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cite-note-22. â Griechische Fassung bei Barbara Aland, Kurt Aland (Hrsg.): Novum Testamentum Graece. 27. Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2001, ISBN 3-438-05115-X
cite-note-17-31. Ăbersetzung nach Rudolf Pesch, Reinhard Kratz, Ulrich Wilckens: Synoptisches Arbeitsbuch zu den Evangelien, Band 2. GĂźtersloher Verlagshaus Gerd Mohn, GĂźtersloh 1980, ISBN 978-3-545-23027-9, S. 17
cite-note-44. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 18â20
cite-note-55. â JĂźrgen Wehnert: Zum Vaterunser in der Didache. In: Florian Wilk (Hrsg.): Das Vaterunser in seinen antiken Kontexten, GĂśttingen 2016, S. 159 und Fn. 55
cite-note-66. â Rainer Riesner: Jesus als Lehrer. Eine Untersuchung zum Ursprung der Evangelien-Ăberlieferung. Mohr Siebeck, TĂźbingen 1981, S. 446
cite-note-77. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 21f.
cite-note-88. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 23
cite-note-99. â Peter von der Osten-Sacken: Das Vaterunser als Zugang zum Matthäusevangelium. In: Florian Wilk: Das Vaterunser in seinen antiken Kontexten, GĂśttingen 2016, S. 103â124, hier S. 103f.
cite-note-1010. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 16f.
cite-note-1111. â Wiard Popkes: Gebet des Herrn. In: Helmut Burkhardt (Hrsg.): Das groĂe Bibellexikon Band 2, Wuppertal 1996, S. 636
cite-note-1212. â GĂźnter Unger: Das Vaterunser, Stuttgart 2016, S. 14ff.
cite-note-1313. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 155â157 und Fn. 4â9
cite-note-1414. â Ulrich Mell: GehĂśrt das Vater-Unser zur authentischen Jesus-Tradition? (Mt 6,9-13; Lk 11,2-4) Berliner Theologische Zeitschrift, Berlin 1994, S. 148â180
cite-note-1515. â Klaus Haacker: Anhang 2: Stammt das Vaterunser etwa nicht von Jesus? In: Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 257â263
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cite-note-2020. â Gerd TheiĂen, Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch. 4. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2011, ISBN 978-3-525-52198-4, S. 231 (Zitate ebd.)
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cite-note-2323. â Klaus Haacker: Was Jesus lehrte, Neukirchen-Vluyn 2010, S. 176f.
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cite-note-3030. â GĂźnter Unger: Das Vaterunser, Stuttgart 2016, S. 121
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cite-note-3838. â Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matthäus, Teil 1: Mt 1â7. 5., vĂśllig neubearbeitete Auflage, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2002, ISBN 978-3-545-23135-1, S. 345â347
cite-note-zeit7dez17-3939. â Papst plädiert fĂźr neue Ăbersetzung des Vaterunser. Zeit, 7. Dezember 2017
cite-note-4141. â Neues Vaterunser fĂźr Italiens Katholiken. Ăsterreichischer Rundfunk (ORF), 29. Januar 2020
cite-note-4242. â Zur aktuellen Diskussion Ăźber die Vaterunser-Bitte âUnd fĂźhre uns nicht in Versuchungâ: Stellungnahme der Glaubenskommission. DBK.de, 25. Januar 2018
cite-note-4343. â Clara Pfeffer, Florentine Fritzen: Textänderung wird abgelehnt: Das Vaterunser bleibt. Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 17. Dezember 2017
cite-note-4545. â Gunnar Garleff: Urchristliche Identität in Matthäusevangelium, Didache und Jakobusbrief. LIT Verlag, MĂźnster 2004, ISBN 978-3-8258-7928-0, S. 124, Fn. 174
cite-note-gh805-4646. â GĂźnter Hartmann: Pater Noster. In: Ralf Noltensmeier (Hrsg.): Metzler Sachlexikon Musik. Springer, Wiesbaden 1998, ISBN 978-3-476-05199-8, S. 805
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cite-note-4848. â Heidemarie Anderlik, Katja Kaiser (Hrsg.): Die Sprache Deutsch: Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums von 2008. (Katalog) Sandstein Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-940319-57-9, S. 50
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cite-note-5050. â Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2759â2856.
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cite-note-5353. â Liborius Olaf Lumma: Crashkurs Liturgie: Eine kurze EinfĂźhrung in den katholischen Gottesdienst. Friedrich Pustet, Regensburg 2024, ISBN 978-3-7917-6264-7, S. 115
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cite-note-5656. â Hildegard Schaeder, Karl PinggĂŠra: Impulse fĂźr die evangelisch-orthodoxe Begegnung: ausgewählte Schriften von 1949 bis 1972. LIT Verlag, MĂźnster 2016, ISBN 978-3-643-13529-2, S. 172
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cite-note-6060. â Udo Hildenbrand: Das Einheitsgesangbuch Gotteslob: Eine theologische Analyse der Lied- und Gesangtexte in ekklesiologischer Perspektive. Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58176-6, S. 986, 988, 1077 und Ăśfter
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cite-note-6363. â Evangelisches Gesangbuch: Ausgabe fĂźr die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Niedersachsen und fĂźr die Bremische Evangelische Kirche. (1994) 3. Auflage, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2019, ISBN 978-3-525-64205-4, S. 960 (alphabetisches Inhaltsverzeichnis)
cite-note-6464. â Ilsabe Alpermann et al.: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt: Hymnologische Kommentare zu den Liedern im Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch. Jan Janssen zum 60. Geburtstag. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2023, ISBN 978-3-647-50034-8, S. 64f.
cite-note-6565. â Stefan Schweyer: Freikirchliche Gottesdienste: Empirische Analysen und theologische Reflexionen. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2020, ISBN 978-3-374-06711-4, S. 246f.
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